Sieben Punkte, die man beachten sollte

von Ulrich Hansen, ZDF:
Wer sich für das Fasten entscheidet, sollte nicht nur gesund sein, sondern ein paar Dinge im Blick behalten. Der "Fasten-Check" erklärt, wie man sich vorbereitet, was während des Fastens wichtig ist - und worauf zu achten ist, wenn es mit dem Essen wieder losgeht.

1. Fasten Sie nur dann, wenn Sie gesund und leistungsfähig sind - und auch dann ohne Begleitung eines Arztes nicht länger als sieben Tage.

2. Gehen Sie nicht von Hundert auf Null beziehungsweise von Null auf Hundert. Entlastungstage vor dem Fasten, an denen Sie bereits weniger und gesünder essen, sind ebenso Pflicht, wie die Aufbautage am Ende des Fastens, bei denen man den Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnt.

3. Trinken Sie mehr. Bisher haben Sie Wasser auch über Nahrungsmittel (Obst etc.) zu sich genommen, das fällt jetzt weg. Der Körper braucht gerade beim Fasten viel Flüssigkeit, um den Kreislauf zu stabilisieren und Stoffwechselabfälle über die Nieren auszuspülen.

4. Darmreinigung gehört zum Fasten zwingend dazu. Die Darmtätigkeit kommt beim Fasten fast vollständig zum Erliegen. Halbverdaute Nahrungsmittelrückstände im Darm bleiben liegen, zersetzen sich, es besteht die Gefahr einer Rückvergiftung. Mit einem Irrigator kann man eine Darmspülung selbst vornehmen, die Arbeitsweise sollte man sich vorher von einem Arzt oder Fastenleiter erklären lassen.

5. Halten Sie Ihre Organe auf Trab! Die Leber aktiviert man durch einen Leberwickel, bestehend aus einem nassen Handtuch und einer Wärmflasche auf der rechten unteren Bauchseite. Ihre Organe brauchen außerdem weiterhin Mineralstoffe, sagen Fastenexperten - sonst kann es zu Symptomen wie Muskelschmerzen und Krämpfen, Schlaffheit oder Gereiztheit kommen. Abhilfe schafft bereits eine sehr dünne Gemüsebrühe am Tag, bestehend aus Süßkartoffeln, Möhren und Sellerie - oder auch auf ärztlichen Rat hin spezielle Basenpulver.

6. Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin. Ihr Körper reagiert während des Fastens darauf viel stärker als sonst, außerdem wollen Sie den Organismus ja entlasten. Wenn Sie Medikamente nehmen müssen, fragen Sie Ihren Arzt, ob die Dosierung auch für die Dauer des Fastens geeignet ist.

7. Bewegen Sie sich. Wenn man sich während des Fastens nicht bewegt, werden Muskeln abgebaut statt Fett - das wäre kontraproduktiv. Bewegung stabilisiert den Kreislauf, stärkt die Abwehrkräfte und unterstützt so das Ziel des Fastens: Gesundheit.

Quelle: http://sonntags.zdf.de