Thomas D. (Die fantasti

schen Vier) tut es. Der Moderator und Komiker Dirk Bach tut es. Und das Topmodel Nadja Auermann tut es genauso wie der Schauspieler Richard Gere auch. Alle vier sind bekennende Vegetarier. Sie gehören zu jenen Zeitgenossen, die achtlos an Sonntagsbraten und Buletten vorbeigehen. Alle vier sind fleischlos glücklich.

Neu ist das alles eigentlich nicht, denn schon seit Menschengedenken gibt es Menschen, die kein Fleisch essen. Aber wer früher noch als weltfremder Spinner belächelt wurde, liegt heute voll im Trend. Laut Vegetarierbund sind es etwa sechs Millionen Deutsche, die überwiegend oder ausschließlich vegetarisch essen. Vor allem junge Frauen machen einen Bogen um Fleisch und Wurst.

Die Gründe für ein Leben ohne Fisch und Fleisch sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst, die vegetarisch leben. Neben gesundheitlichen, religiösen, emotionalen, ökologischen und ökonomischen Gründen sind nicht selten ethische und moralische Erwägungen ausschlaggebend. Tierschutz ist das zentrale Thema dabei. Aber auch Umwelt- und Klimaschutz sowie die Welternährungssituation motivieren immer mehr, über weniger Fleisch und Wurst nachzudenken.


Vegetarisch ist nicht gleich vegetarisch
Ovo-Lacto-Vegetarier/innen verzichten auf Fleisch und Fisch, essen aber andere tierische Lebensmittel: Eier (=ovo) und Milch sowie Milchprodukte (=lacto). Die größte Gruppe unter den Vegetariern isst so.

Lacto-Vegetarier/innen verzichten auf Fleisch, Fisch und Eier. Milch- und Milchprodukte (=lacto) stehen auf ihrem Speiseplan.

Veganer/innen verzichten auf alle tierischen Lebensmittel. Zum Teil lehnen Veganer/innen auch alle anderen tierischen Produkte (zum Beispiel Lederschuhe, Wollsocken) ab.

Pudding-Vegetarier/innen werden die Vertreterinnen und Vertreter einer Form des Vegetarismus genannt, bei der zwar auf Fleisch und eventuell auch auf Fisch verzichtet wird, aber keine bewusste oder gesundheitsfördernde Ernährung praktiziert wird (viele Süßigkeiten, Fast Food usw.).


Ob mit oder ohne Fleisch: Ausgewogen statt einseitig
Ob nun Fleisch gegessen wird oder nicht, die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung sind dieselben: Esst abwechslungsreich, viel Frisches und Vollwertiges und vergesst nicht dabei, dass auch ausreichend Bewegung für das Wohlbefinden und eure körperliche Fitness wichtig sind.

In Hülle und Fülle
Eine ausgewogene und vollwertige vegetarische Ernährung enthält alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge. Dies gilt auch für alle Aminosäuren, Vitamin B12, Kalzium und Eisen. Allerdings kann es ja auch nicht schaden, einige Ernährungstipps zu beachten, um einen Nährstoffmangel bewusst zu vermeiden.

* Eiweiß: Eine ausreichende Eiweißversorgung ist besonders in den Wachstumsphasen wichtig. Mit einer geschickten Lebensmittelkombination seid ihr auf der sicheren Seite, da sich die einzelnen Produkte ideal ergänzen:
o Kartoffeln mit Milchprodukten oder Eiern: zum Beispiel Pellkartoffeln mit Kräuterquark
o Getreide mit Milch (plus Obst): zum Beispiel Müsli, Pfannkuchen
o Getreide mit Hülsenfrüchten (plus Gemüse): zum Beispiel Linsen mit Spätzle
o Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Sojabohnen) enthalten relativ hochwertiges Eiweiß und können euren Speiseplan aufpeppen.

* Kalzium, Vitamin D und B12: Wer ausreichend Milchprodukte verzehrt (etwa einen halben Liter Milch, 150 Gramm Joghurt oder Kefir und 40 Gramm Käse pro Tag) muss sich um seine Versorgung mit diesem Mineralstoff und diesen beiden Vitaminen keine Gedanken machen. Wichtig ist, dass immer auch Gemüse (zum Beispiel Brokkoli und Fenchel) und milchsauer vergorenes Sauerkraut auf dem Speiseplan stehen. Lediglich Vitamin B12 kommt in pflanzlichen Lebensmitteln gar nicht vor.

* Eisen: Die schlechtere Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln kann durch den gleichzeitigen Verzehr von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln (zum Beispiel Orangen, Paprika, Brokkoli) erhöht werden. Während der Mahlzeiten besser auf schwarzen Tee oder Kaffee verzichten, da diese die Eisenaufnahme behindern.


Ein Leben ohne Schnitzel?
Der Umstieg auf vegetarische Ernährung soll Spaß machen. So kann es schon spannend sein, neue Rezepte, Gewürze und Lebensmittel auszuprobieren. Macht euch auf die Suche nach euren persönlichen Favoriten. Es gibt eine schier unglaubliche Vielzahl an vegetarischen Kochbüchern. Auch beim Essen außer Haus sind Vegetarier längst nicht mehr auf die Salattheke festgelegt. Viele Restaurants bieten eine große Auswahl an leckeren vegetarischen Gerichten an.

Außerdem müsst ihr auch nicht gleich euer ganzes Leben umkrempeln. Probiert doch mal aus, einen vegetarischen Tag in der Woche einzulegen. Anregungen dazu gibt die Kampagne externer Link folgt”Donnerstag ist Veggietag”.

Fazit: Wenn ihr Lust dazu habt, dreht doch einfach den Schaschlikspieß um, frei nach dem Motto von Moderator Dirk Bach: “Mein Schnitzel hat Schwein gehabt!”


Posted By food-monitor On 12 . Juni 2010 In Newsletter,
Vegetarische Rezepte gibt es im Rezeptbereich von food-monitor.

Quelle: Ökolandbau.de
URL to article: http://www.food-monitor.de/2010/06/vegetarisch-gesund/newsletter/