FASTEN Experten-Tipps für eine gute Fastenzeit

 
Oktober 2018: Eine methodisch richtig durchgeführte Fastenwoche entlastet die Verdauung und kann Körper und Seele regenerieren. Der Faster fühlt sich unbeschwert und leicht, gewinnt mehr Energie und öffnet sich für neue Erfahrungen und eine gesündere Ernährung. Ein wunderbares Erlebnis – sofern man das Fasten richtig angeht. Falsch durchgeführtes Fasten kann dagegen zu Unwohlsein und zum vorzeitigen Abbruch führen, weiß Andrea Ciro Chiappa, Vorsitzender der Deutschen Fastenakademie. „Immer wieder hören wir von enttäuschenden Fastenerlebnissen. Meistens stellt sich dann heraus, dass das Fasten einfach falsch geplant und durchgeführt wurde“, berichtet Chiappa. Hier sind seine Expertentipps, wie man die fünf häufigsten Fasten-Fehler vermeidet.

 

Die 5 wichtigsten Tipps für eine gelungene Fastenkur vermeiden häufige Fehler im Fasten

  1. Starten Sie mit 1, besser 2 Entlastungstagen mit leichter Kost, bei der Sie bereits Zwischenmahlzeiten, Genussmittel, schwere und fettreiche Speisen und (salzlastige) Fertiggerichte weglassen.

  2. Trinken Sie beim Fasten 2-3 Liter Wasser pro Tag, gut geeignet sind auch Heilwässer mit vielen Mineralstoffen und basisch wirkendem Hydrogencarbonat.

  3. Bewegen Sie sich an jedem Fastentag mindestens 60 Minuten an der frischen Luft. Deutlich gesteigerter Puls, mehr Körperwärme und leichtes Schwitzen sind gute Hinweise für die richtige Belastungsintensität und -dauer. 

  4. Sorgen Sie während des Fastens täglich für mindestens 30 Minuten aktive Entspannung. Die ideale Ruhezeite liegt in der Mittagspause. Ein Leberwickel hilft hier sehr.

  5. Beginnen Sie nach dem Fasten langsam, achtsam und bewusst wieder zu essen und zu trinken. Gering verarbeitete Lebensmittel und vorwiegend pflanzliche Kost mit Esspausen nach Bedarf sind bewährte Ratgeber für eine gesunderhaltende Ernährung.

 

1. Mangelnde Vorbereitung

Von einem Tag auf den anderen einfach nichts mehr essen, ist kein guter Start ins Fasten. Bereiten Sie Ihre Fastentage bewusst vor, damit Körper und Seele sich langsam eingewöhnen können. Zunächst gilt es, den richtigen Zeitpunkt zu wählen und die nötigen Freiräume zu schaffen für Bewegung, Entspannung und Ruhephasen. Wer zum ersten Mal fastet, schließt sich am besten einer Gruppe mit kompetenter Fastenleitung an. Planen Sie vor den Fastentagen einen bis zwei Entlastungstage, an denen Sie weniger und leichtere Kost zu sich nehmen. Streichen Sie jetzt schon Genussmittel, Fertiggerichte und Fettreiches von Ihrem Speiseplan. Kompetente Fastenleiter und wertvolle Informationen bietet die Deutsche Fastenakademie e. V. auf ihrer Website www.fastenakademie.de

2. Zu wenig und das Falsche trinken

Vergessen Sie beim Fasten das Trinken nicht! Nur mit ausreichend Flüssigkeit kann der Stoffwechsel gut funktionieren und Abbauprodukte ausscheiden. Trinken Sie aktiv und bewusst nach einem Trinkplan, denn auf das Durstempfinden kann man sich beim Fasten nicht immer verlassen. Zusätzlich zu Säften und Brühen sind 2-3 Liter kalorienfreie Getränke erforderlich, am besten Wässer und Tees. Sehr gut geeignet können Heilwässer sein, die viele Mineralstoffe liefern. Achten Sie auf reichlich Natrium, Magnesium und Calcium. Ein Heilwasser mit viel Hydrogencarbonat kann zudem die saure Wirkung der Ketonkörper, die beim Fettabbau während des Fastens zwangsläufig entstehen, mildern. Passende Heilwässer finden Sie im Heilwasser-Verzeichnis auf www.heilwasser.com

3. Zu wenig Bewegung

Bleiben Sie während des Fastens aktiv. So vermeiden Sie, dass der Körper auf Sparflamme schaltet. Das verhindert auch den gefürchteten Jojo-Effekt, durch den man nach dem Fasten besonders schnell wieder zunimmt. Frieren beim Fasten ist ebenfalls ein Zeichen für zu wenig Bewegung. Fastende, die moderates Ausdauertraining betreiben, fühlen sich erfahrungsgemäß wohler. Deshalb bewegen Sie sich jeden Tag mindestens eine Stunde. Idealerweise an der frischen Luft, denn der Körper braucht durch die Fettverbrennung beim Fasten rund 10 Prozent mehr Sauerstoff.

4. Zu viel Stress und Hektik

Wer beim Fasten voll weiterpowert und gestresst durch den Alltag hetzt, betreibt Raubbau an seinem Körper. Zudem bleiben ihm zahlreiche positive Effekte des Nahrungsverzichts verborgen. Oft erleben Fastende sich voller Schaffenskraft und haben Spaß daran, viel zu arbeiten. Auch dann gilt es, ausreichend Ruhephasen einzubauen. Denn gerade in den ersten Tagen bedeutet Fasten für den Körper auch Stress. Da entlasten Entspannungsübungen den Körper und beruhigen die Seele. Sie geben dem Körper Zeit zum Regenerieren. Sorgen Sie während des Fastens dafür, dass Sie sich täglich mindestens 30 Minuten aktiv entspannen, beispielsweise während des beim Fasten häufig praktizierten Leberwickels oder in der Sauna, durch Meditation, Autogenes Training oder andere Entspannungsmethoden.

5. Nach dem Fasten einfach drauf los essen

Fastenzeit überstanden – nun aber her mit Wurst und Pommes! Wer so unkontrolliert wieder startet, tut sich keinen Gefallen. Nutzen Sie lieber das Fastenbrechen, um bewusst und mit Genuss das Essen neu zu erleben und neue Ernährungsgewohnheiten einzuführen. Je achtsamer Sie wieder einsteigen, desto größer ist die Chance, dass Sie gute neue Gewohnheiten in Ihren Alltag übernehmen können. Starten Sie das Fastenbrechen beispielsweise mit einem Apfel, den Sie achtsam Bissen für Bissen genießen. Wählen Sie Ihre Speisen aufmerksam aus und kauen Sie gründlich. Behalten Sie möglichst lange Ihre Fastenroutine bei mit viel Trinken, viel Bewegen und täglich Entspannen. So wirken die positiven Erfahrungen des Fastens hoffentlich noch lange in Ihren Alltag hinein.

 

Fasten ist der bewusste, zeitlich begrenzte und freiwillige Verzicht
auf feste Nahrung und Genussmittel.

http://www.heilwasser.com/media/Pressetexte15/PM_Fasten-Tipps_2015-12.pdf

 

Deutsche Fastenakademie e. V.

Grabengasse 40d
61350 Bad Homburg
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Zahlreiche Studien belegen die Wirksamkeit von Fastenkuren:

https://www.spektrum.de/wissen/was-bringt-fasten-wirklich/1332027

https://www.geo.de/magazine/

 

Die Wirksamkeit von Heilfasten bei Fingergelenks- und Gonarthrose

Titel der Studie: Unkontrollierte klinische Studie zur Wirksamkeit ambulanten Heilfastens bei Patienten mit Arthrose
Sebastian Schmidt, Rainer Stange, Eva Lischka, Michael Kiehntopf, Thomas Deufel, Dorit Loth, Christine Uhlemann
www.kneippaerztebund.de

Die klinische Studie des Universitätsklinikum Jena befasste sich mit der Wirksamkeit ambulanten Heilfastens auf die Beschwerden von Patienten mit Fingergelenks- und Gonarthrose. 30 Probanden befolgten zwei Wochen lang das Konzept des Heilfastens nach Buchinger: Drei Entlastungstage, acht Fastentage und vier Aufbautagen mit Follow-up nach vier und zwölf Wochen. Untersucht wurden die Schmerzintensität, Anlauf-, Belastungs- und Ruheschmerz, Druckschmerzschwelle, Gelenkfunktion, gesundheitsbezogene Lebensqualität, der Western Ontario and McMasters Universities Arthrose-Index (WOMAC), Analgetika-Konsum, Body-Mass-Index, Bauchumfang, Blutdruck, Puls sowie umfangreiche serologische Parameter. Die Studie ergab, dass sich das Schmerzempfinden, Körpergewicht und BMI sowie der Analgetikaverbrauch signifikant reduzierten. Befindlichkeit und Gelenkfunktion verzeichneten eine sichtbare Verbesserung. Das Heilfasten zeigte einen positiven Einfluss auf die Symptome der Patienten mit Arthrose und könnte unter ärztlicher Aufsicht eine adäquate Schmerztherapie darstellen.

 


Alternierendes Fasten (Intervallfasten) bessert Herz-Kreislauf-System und fördert die Gewichtsreduktion

Titel der Studie: Alternate day fasting for weight loss in normal weight and overweight subjects: a randomized controlled trial

Autoren: Krista A Varady, Surabhi Bhutani, Monica C. Klempel, Cynthia M Kroeger, John F. Trepanowski, Jacob M. Haus, Kristin K. Hoddy, Yolian Calvo
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3833266/

Das Department of Kinesiology and Nutrition an der University of Illinois untersuchte die Möglichkeiten, die alternierendes Fasten (ADF) normalgewichtigen Menschen bietet, um Körpergewicht und das Risiko für Herzkrankheiten zu beeinflussen. Dazu führten die Forscher eine zwölfwöchige Studie mit 32 Probanden (BMI 20-29.9 kg/m2) durch, die randomisiert in eine ADF- und eine Kontroll-Gruppe aufgeteilt wurden. Im Laufe der Behandlung verringerte sich das Körpergewicht in der ADF-Gruppe um 5,2 ± 0,9 kg im Vergleich zur Kontroll-Gruppe, die Fettmasse reduzierte sich um 3,6 ± 0,7 kg. Die Triacylglycerol-, Leptin- und CRP-Konzentrationen sanken, der Adiponectin-Wert und die Größe der LDL-Partikel nahmen zu. LDL-Cholesterin-, HDL-Cholesterin-, Homocystein- und Resistin-Konzentrationen blieben nach zwölf Wochen der Behandlung unverändert. Diese Ergebnisse zeigen, dass ADF zur Gewichtsreduktion und zum Herz-Kreislauf-Schutz sowohl bei Normalgewichtigen als auch bei übergewichtigen Erwachsenen effektiv ist.

 

Fasten und Diät bei rheumatoider Arthritis

Titel der Studie: Controlled trial of fasting and one-year vegetarian diet in rheumatoid arthritis
J. Kjeldsen-Kragh, C.F. Borchgrevink, E. Laerum, M. Haugen, M. Eek, O. Frre, P. Mowinkel, K. Hovi
www.sciencedirect.com/science/article/pii/014067369191770U

Die Universität von Oslo überprüfte in einer randomisierten Blindstudie die Theorie, dass die häufig auftretenden Rückfälle nach einer Fastentherapie zur Behandlung rheumatoider Arthritis durch eine anschließende Diät zu reduzieren sind. Das Sample aus 27 Probanden nahm an einem vierwöchigen Programm auf einer Gesundheitsfarm teil. Auf eine sieben- bis zehntägige Fastenphase folgte zunächst eine individuell angepasste glutenfreie, vegane Diät für drei bis fünf Monate und danach eine lacto-vegetarische Ernährung. Die aus 26 Probanden bestehende Kontrollgruppe nahm während des vierwöchigen Aufenthalts in einer Gesundheitsfarm die übliche Nahrung zu sich. Nach vier Wochen zeigte die Diät-Gruppe signifikante Verbesserungen in zahlreichen Werten, während sich in der Kontrollgruppe lediglich das Schmerzempfinden deutlich reduzierte. Die positiven Veränderungen in der Diät-Gruppe waren auch nach einem Jahr noch messbar, das Diätschema scheint somit eine sinnvolle und langfristige Ergänzung zu herkömmlichen Behandlungen bei rheumatoider Arthritis.

 

Fasten zur Normalisierung des Blutdrucks

Titel der Studie: Medically Supervised Water-only Fasting in the Treatment of Hypertension
Alan Goldhamer, Douglas Lisle, Banoo Parpia, Scott V. Anderson, T. Colin Campbell
http://de.scribd.com/doc/32727377/Medically-Supervised-Water-only-Fasting-in-the-Treatment-of-Hypertension

Alan Goldhamer befasste sich gemeinsam mit einigen Kollegen in der amerikanischen Studie mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Fasten bei Bluthochdruck. Für die Studie erhielten 174 Probanden mit einem systolischen Blutdruck über 140 mmHg, diastolischen über 90 mmHg oder beidem ein medizinisch betreutes Fastenprogramm. Dieses bestand aus einem zwei bis dreitägigen Vorfasten mit einer Ernährung aus Obst und Gemüse, darauf folgend etwa zehn bis elf Tage lang Wasserfasten und schließlich einer sechs- bis siebentägigen Umgewöhnung auf eine fettarme, vegane Diät. Nahezu 90% der Probanden erreichten im Zuge der Studie einen Blutdruckwert niedriger als 140/90 mmHg, durchschnittlich konnte der Blutdruck um 37/13 mmHg gesenkt werden. Die Einnahme von Antihypertensiva konnte von den 6,3% des Sample, die zuvor Medikamente nahmen, nach der Behandlung erfolgreich eingestellt werden. Die Studie belegt damit, dass medizinisch überwachtes Wasserfasten eine wirksame Methode zur Normalisierung des Blutdrucks darstellt.

 


Ein Vergleich von Diät und Fasten bei Hyperglykämie

Titel der Studie: Comparison of a carbohydrate-free diet vs. fasting on plasma glucose, insulin and glucagon in type 2 diabetes
F. Q. Nuttall, R. M. Almokayyad, M. C. Gannon
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25458830

Drei Forscher der University of Minnesota verglichen Diäten hinsichtlich ihres Einflusses auf Patienten mit Hyperglykämie. Für diese randomisierte Studie durchliefen sieben Probanden mit unbehandelter Typ-2-Diabetes nach einer üblichen Diät bestehend aus 55% Kohlenhydraten, 15% Proteinen und 30% Fett (SD) eine jeweils dreitägige Fastenperiode und eine ausreichend Kalorien enthaltende, kohlenhydratfreie Diät (kfD). Während der drei Therapien wurden die Glukose-, Insulin-, C-Peptid- und Glucagon-Werte bestimmt und verglichen. Die Daten zeigten, dass die Glukose-Konzentration direkt nach Beginn der Behandlung von 196 mg/dl (SD) auf 160 mg/dl (kfD) beziehungsweise 127 mg/dl (Fasten) sank. In den letzten 24 Stunden verringerte sie sich bei der kfD um 48%, beim Fasten um 69%. Insulin- und Glucagon-Werte blieben unverändert. Die Studie zeigt, dass sich Hyperglykämie durch sowohl Diät als auch Fasten verbessern lässt und belegt außerdem, dass etwa 70% der Glukose-Reduktion auf einen Mangel an Kohlenhydraten zurückzuführen ist.

 

Fasten erhöht die Wirksamkeit einer Strahlen- oder Chemotherapie

Titel der Studie: Fasting Enhances the Response of Glioma to Chemo- and Radiotherapy
Fernando Safdie, Sebastian Brandhorst, Min Wei, Weijun Wang, Changhan Lee, Saewon Hwang, Peter S. Conti, Thomas C. Chen, Valter D. Longo
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0044603

Die University of Southern California, USC Keck School of Medicine und Universität Duisburg-Essen konnten mittels einer Studie belegen, dass Fasten die Wirksamkeit einer Strahlen- und Chemotherapie verbessert. Dazu wurden gliomische Zellen von Mäusen (GL26), Ratten (C6) und Menschen (U251, LN229 und A172) in vitro mit Temozolomid behandelt und vor der Strahlen- oder Chemotherapie 48 Stunden lang ausgehungert. Von Interesse für die Forscher waren der Einfluss des Fastens auf die Tumorprogression und das Überleben der Zellen. Die Daten bewiesen, dass die Gliome von Mäusen, Ratten und Menschen gleichermaßen durch das Fasten sensibilisiert auf die Behandlung reagierten. Den Grund hierfür vermuteten die Forscher in der durch das 48-stündige Fasten hervorgerufenen signifikanten Reduktion des Blutglucose-Wertes und des Wachstumsfaktors 1 (IGF 1). Da die erreichte Sensibilität auch zu einer erhöhten Überlebensrate der Zellen führte, könnte Fasten zur Wirksamkeit der Strahlen- und Chemotherapie beitragen.


Fasten verbessert die Stimmung und mindert chronische Schmerzen

Titel der Studie: Prolonged Fasting as a Method of Mood Enhancement in Chronic Pain Syndromes: A Review of Clinical Evidence and Mechanisms
von Prof. Andreas Michalsen
http://link.springer.com/article/10.1007/s11916-010-0104-z

Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin untersuchte Fasten als eine Methode zur Stimmungsverbesserung bei chronischen Schmerzen. Studien konnten bereits herausfinden, dass medizinisch betreutes Fasten über einen Zeitraum von 7-21 Tagen wirksam bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und chronischen Schmerzsyndromen eingesetzt werden kann. Michalsen konnte mittels experimenteller Forschung belegen, dass Fasten die Konzentration von Serotonin, endogenen Opioiden und Endocannabinoiden im Gehirn erhöht, was mit einer gesteigerten Aufmerksamkeit und verbesserten Stimmungslage korreliert. Die durch das Fasten hervorgerufene neuroendokrine Aktivierung und erhöhte Produktion neurotrophischer Stoffe kann ebenfalls zur verbesserten Stimmungslage beitragen. Die Untersuchung ergab, dass Heilfasten durch seine schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Wirkung die herkömmliche Therapie chronischer Schmerzpatienten als mögliche Behandlungsmethode sinnvoll ergänzen kann.

 

Metabolische und kardiovaskuläre Effekte von Wasserfasten

Titel der Studie: Randomized cross-over trial of short-term water-only fasting: Metabolic and cardiovascular consequences
B.D. Hornecorrespondence, J.B. Muhlestein, D.L. Lappé, H.T. May, J.F. Carlquist, O. Galenko, K.D. Brunisholz, J.L. Anderson
www.nmcd-journal.com/article/S0939-4753%2812%2900257-8/fulltext

Die Intermountain Heart Collaborative Study Group untersuchte die metabolischen und kardiovaskulären Folgen von befristetem Wasserfasten. Nachdem in Tierversuchen bereits eine lebensverlängernde Wirkung des Fastens belegt werden konnte, prüft die vorliegende Crossover-Studie, ob Fasten Veränderungen in menschlichen Biomarkern auslöst, die möglicherweise Auswirkungen auf die kurz- und langfristige Gesundheit haben. Dazu wurden 30 gesunde Probanden ohne jüngste Fastenerfahrungen randomisiert einem eintägigen Wasserfasten unterzogen. Nach der Therapie ließen sich erhöhte Werte von Wachstumshormonen, Hämoglobin, roten Blutkörperchen, Hämatokrit, Cholesterin und High-Density-Lipoprotein-Cholesterin feststellen. Triglycerid-Spiegel und das Körpergewicht reduzierten sich. Nach 48 Stunden normalisierten sich alle Blutwerte. Die Studie belegte, dass Fasten kurzfristig Veränderungen in Biomarkern der metabolischen, kardiovaskulären und allgemeinen Gesundheit hervorruft.

 

Blutzuckernormalisierung durch Fasten bei Typ-2-Diabetes

Titel der Studie: Restoring normoglycaemia by use of a very low calorie diet in long- and short-duration Type 2 diabetes
S. Steven, R. Taylor
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25683066

Die Forscher prüften in einer Studie, ob sich Normoglykämie bei Typ-2-Diabetes durch die Verwendung einer sehr kalorienarmen Diät wiederherstellen lässt. Das Gruppe bestand aus 15 Probanden mit Typ-2-Diabetes seit weniger als 4 Jahren (Kurzzeit-Gruppe) und 14 Probanden mit Typ-2-Diabetes seit mehr als 8 Jahren (Langzeit-Gruppe), das einer achtwöchigen sehr kalorienarmen Diät unterzogen wurde. Bluttests und Blutdruck wurden zu Studienbeginn sowie nach einer, vier und acht Wochen erhoben. In beiden Gruppen wurde ein ähnlicher Gewichtsverlust erreicht. Der nüchterne Blutzuckerspiegel und die HbA1c-Konzentration sanken in beiden Gruppen. Außerdem wurde in beiden Gruppen eine signifikante Verbesserung der Blutdruck- und Lipid-Werte festgestellt. Insgesamt konnten 87% der Kurzzeit-Gruppe und 50% der Langzeitgruppe normale Zuckerwerte während der achtwöchigen Therapie erreichen.


Buchinger Heilfasten und Ausdauertraining

Titel der Studie: Effects of fasting and endurance training on energy metabolism and physical fitness in obese patients
J. Steiniger, A. Schneider, S. Bergmann, M. Boschmann, K. Janietz
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20090351

Jochen Steiniger erforschte gemeinsam mit einigen Kollegen die Wirkung von Buchinger-Heilfasten und Ausdauertraining auf den Energiestoffwechsel und die körperliche Fitness. Dazu durchliefen übergewichtige Probanden eine 28-tägige Heilfasten-Therapie nach Buchinger und Energie-, Kohlenhydrat-, Lipid- und Protein-Stoffwechsel wurden mit und ohne ergänzendes Ausdauertraining analysiert. Ziel war herauszufinden, ob das Buchinger Heilfasten mit einem kritischen Proteinverlust verbunden ist und ob dieser in einem solchen Fall durch Ausdauertrainer verschärft wird. Die Daten zeigten, dass der Gesamtproteinverlust beim Buchinger Heilfasten über 28 Tage bei den männlichen Testpersonen bei etwa 1000 g lag. Zusätzliches Ausdauertraining resultierte in einem zusätzlichen Proteinverlust von 130 g auf 28 Tage (p<0,01), einer verbesserten Fettverwertung und erhöhter körperlicher Leistungsfähigkeit. Die Forscher schlussfolgerten, dass Ausdauertraining ein sicherer und notwendiger Bestandteil einer Buchinger-Heilfasten-Therapie ist.


Die Wirkung von Intervall-Fasten auf oxidativen Stress, Alterungsprozesse und Stoffwechsel

Titel der Studie: Practicality of intermittent fasting in humans and its effect on oxidative stress and genes related to aging and metabolism
M.P. Wegman, M.H. Guo, D.M. Bennion, M.N. Shankar, S.M. Chrzanowski, L.A. Goldberg, J. Xu, T.A. Williams, X. Lu, S.I. Hsu, S.D. Anton, C. Leeuwenburgh, M.L. Brantly
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25546413

Die Universität von Florida veranlasste eine doppelblinde Crossover-Studie, um die Wirkung von intermittierendem Fasten (IF) auf oxidativen Stress, Alterungsprozesse und den Stoffwechsel zu untersuchen. Da strikte Kalorienreduktion nicht für einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden kann, stellte die Studie einen abgewandelten Ansatz aus Fasten (25% der normalen Kalorienzufuhr) und Schlemmen (175% der normalen Kalorienzufuhr) auf. Das Sample aus 24 gesunden Probanden durchlief zwei dreiwöchige Behandlungen, zunächst IF und darauf folgend selbiges mit Antioxidationsmittel-Ergänzung (Vitamine C und E). Die Sirtuine-Konzentration nahm währenddessen marginal zu, der Plasmainsulinspiegel reduzierte sich, andere beobachtete Marker für oxidativen Stress, Alterungsprozesse und Stoffwechsel veränderten sich jedoch nicht. Das Sample bezeichnete die Ernährungsvorschriften als erträglich und es ließen sich keine nachteiligen klinischen Befunde feststellen. Die Studie legt somit nahe, dass IF für gesunde Patienten akzeptabel ist.


Zur Wirkung von morgendlichem Fasten

Titel der Studie: Carbohydrate-rich breakfast attenuates glycaemic, insulinaemic and ghrelin response to ad libitum lunch relative to morning fasting in lean adults
E.A. Chowdhury, J.D. Richardson, K. Tsintzas, D. Thompson, J.A. Betts
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26004166

Forscher der University of Bath und der University of Nottingham verglichen morgendliches Fasten mit der Einnahme eines kohlenhydratreichen Frühstücks hinsichtlich anschließender Energieaufnahme, hormoneller Reaktion und Stoffwechsel. Die randomisierte Cross-Over-Studie untersuchte ein Sample aus 35 Probanden, das entweder morgens fastete oder ein kohlenhydratreiches Frühstück erhielt, ehe beide Gruppen drei Stunden später ein ad libitum Mittagsessen einnahmen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden stündlich Blutproben erhoben sowie der subjektive Appetit eingeschätzt. Das Mittagessen fiel in der Fasten-Gruppe großzügiger aus, kompensierte das ausgelassene Frühstück jedoch nicht. Ein Unterschied im subjektiven Appetit konnte in beiden Gruppen nicht festgestellt werden. Die Studie beweist, dass das morgendliche Fasten die Gesamtkalorienaufnahme reduzierte und damit metabolische und hormonelle Reaktionen veränderte, ohne größeren Appetit am Nachmittag auszulösen.

 

Fasten beeinflusst Gedächtnis und Konzentration

Titel der Studie: A Prospective Study of the Physiological and Neurobehavioral Effects of Ramadan Fasting in Preteen and Teenage Boys
Abdulaziz Farooq, Christopher Paul Herrera, Fuad Almudahla, Rita Mansour
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S221226721500163X

Die Studie hat sich zum Ziel gesetzt, das Fasten unter neurologischem und psychologischem Hintergrund zu ergründen. Dazu wurden 18 junge muslimische Menschen ausgewählt, die zwischen neun und fünfzehn sind. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die jüngeren (9-12 Jahre) und die Jugendlichen (13-15 Jahre). Die Jungs wurden von Ärzten vor der Fastenzeit, während der ersten und letzten Woche Ramadans und nach der Fastenzeit untersucht. Zudem wurden von den jeweiligen Teilnehmern das Schlafmuster, die Ernährung und die Bewegungen aufgenommen und notiert, um die Ergebnisse genaustens auswerten zu können. Bei jeder Kontrolle mussten sie verschiedene Tests machen, welche Aufgaben für das Gedächtnis und das räumliche Denkvermögen beinhalteten. In der ersten Woche des Fastens stellte sich nur bei den kleineren Jungs ein Körperfettverlust heraus, der relativ gering war. Dafür war die Eiweißaufnahme höher als sonst und gegen Ende der Ramadan-Zeit konnte eine hohe Reduzierung von Hämoglobin festgestellt werden. Die Teilnehmer litten in der vierten Woche stark an Schlafmangel. Dennoch wurde die Leistung der Teilnehmer in den Tests mit aktiver Gedächtnisaufgabe zunehmend stärker und lediglich die Jugendlichen haben sich verschlechtert.