FASTEN Experten-Tipps für eine gute Fastenzeit

 
Oktober 2018: Eine methodisch richtig durchgeführte Fastenwoche entlastet die Verdauung und kann Körper und Seele regenerieren. Der Faster fühlt sich unbeschwert und leicht, gewinnt mehr Energie und öffnet sich für neue Erfahrungen und eine gesündere Ernährung. Ein wunderbares Erlebnis – sofern man das Fasten richtig angeht. Falsch durchgeführtes Fasten kann dagegen zu Unwohlsein und zum vorzeitigen Abbruch führen, weiß Andrea Ciro Chiappa, Vorsitzender der Deutschen Fastenakademie. „Immer wieder hören wir von enttäuschenden Fastenerlebnissen. Meistens stellt sich dann heraus, dass das Fasten einfach falsch geplant und durchgeführt wurde“, berichtet Chiappa. Hier sind seine Expertentipps, wie man die fünf häufigsten Fasten-Fehler vermeidet.

 

Die 5 wichtigsten Tipps für eine gelungene Fastenkur (Kurzfassung)

  1. Starten Sie mit 1, besser 2 Entlastungstagen mit leichter Kost, bei der Sie bereits Zwischenmahlzeiten, Genussmittel, schwere und fettreiche Speisen und (salzlastige) Fertiggerichte weglassen.

  2. Trinken Sie beim Fasten 2-3 Liter Wasser pro Tag, gut geeignet sind auch Heilwässer mit vielen Mineralstoffen und basisch wirkendem Hydrogencarbonat.

  3. Bewegen Sie sich an jedem Fastentag mindestens 60 Minuten an der frischen Luft. Deutlich gesteigerter Puls, mehr Körperwärme und leichtes Schwitzen sind gute Hinweise für die richtige Belastungsintensität und -dauer. 

  4. Sorgen Sie während des Fastens täglich für mindestens 30 Minuten aktive Entspannung. Die ideale Ruhezeite liegt in der Mittagspause. Ein Leberwickel hilft hier sehr.

  5. Beginnen Sie nach dem Fasten langsam, achtsam und bewusst wieder zu essen und zu trinken. Gering verarbeitete Lebensmittel und vorwiegend pflanzliche Kost mit Esspausen nach Bedarf sind bewährte Ratgeber für eine gesunderhaltende Ernährung.

 

1. Mangelnde Vorbereitung

Von einem Tag auf den anderen einfach nichts mehr essen, ist kein guter Start ins Fasten. Bereiten Sie Ihre Fastentage bewusst vor, damit Körper und Seele sich langsam eingewöhnen können. Zunächst gilt es, den richtigen Zeitpunkt zu wählen und die nötigen Freiräume zu schaffen für Bewegung, Entspannung und Ruhephasen. Wer zum ersten Mal fastet, schließt sich am besten einer Gruppe mit kompetenter Fastenleitung an. Planen Sie vor den Fastentagen einen bis zwei Entlastungstage, an denen Sie weniger und leichtere Kost zu sich nehmen. Streichen Sie jetzt schon Genussmittel, Fertiggerichte und Fettreiches von Ihrem Speiseplan. Kompetente Fastenleiter und wertvolle Informationen bietet die Deutsche Fastenakademie e. V. auf ihrer Website www.fastenakademie.de

2. Zu wenig und das Falsche trinken

Vergessen Sie beim Fasten das Trinken nicht! Nur mit ausreichend Flüssigkeit kann der Stoffwechsel gut funktionieren und Abbauprodukte ausscheiden. Trinken Sie aktiv und bewusst nach einem Trinkplan, denn auf das Durstempfinden kann man sich beim Fasten nicht immer verlassen. Zusätzlich zu Säften und Brühen sind 2-3 Liter kalorienfreie Getränke erforderlich, am besten Wässer und Tees. Sehr gut geeignet können Heilwässer sein, die viele Mineralstoffe liefern. Achten Sie auf reichlich Natrium, Magnesium und Calcium. Ein Heilwasser mit viel Hydrogencarbonat kann zudem die saure Wirkung der Ketonkörper, die beim Fettabbau während des Fastens zwangsläufig entstehen, mildern. Passende Heilwässer finden Sie im Heilwasser-Verzeichnis auf www.heilwasser.com

3. Zu wenig Bewegung

Bleiben Sie während des Fastens aktiv. So vermeiden Sie, dass der Körper auf Sparflamme schaltet. Das verhindert auch den gefürchteten Jojo-Effekt, durch den man nach dem Fasten besonders schnell wieder zunimmt. Frieren beim Fasten ist ebenfalls ein Zeichen für zu wenig Bewegung. Fastende, die moderates Ausdauertraining betreiben, fühlen sich erfahrungsgemäß wohler. Deshalb bewegen Sie sich jeden Tag mindestens eine Stunde. Idealerweise an der frischen Luft, denn der Körper braucht durch die Fettverbrennung beim Fasten rund 10 Prozent mehr Sauerstoff.

4. Zu viel Stress und Hektik

Wer beim Fasten voll weiterpowert und gestresst durch den Alltag hetzt, betreibt Raubbau an seinem Körper. Zudem bleiben ihm zahlreiche positive Effekte des Nahrungsverzichts verborgen. Oft erleben Fastende sich voller Schaffenskraft und haben Spaß daran, viel zu arbeiten. Auch dann gilt es, ausreichend Ruhephasen einzubauen. Denn gerade in den ersten Tagen bedeutet Fasten für den Körper auch Stress. Da entlasten Entspannungsübungen den Körper und beruhigen die Seele. Sie geben dem Körper Zeit zum Regenerieren. Sorgen Sie während des Fastens dafür, dass Sie sich täglich mindestens 30 Minuten aktiv entspannen, beispielsweise während des beim Fasten häufig praktizierten Leberwickels oder in der Sauna, durch Meditation, Autogenes Training oder andere Entspannungsmethoden.

5. Nach dem Fasten einfach drauf los essen

Fastenzeit überstanden – nun aber her mit Wurst und Pommes! Wer so unkontrolliert wieder startet, tut sich keinen Gefallen. Nutzen Sie lieber das Fastenbrechen, um bewusst und mit Genuss das Essen neu zu erleben und neue Ernährungsgewohnheiten einzuführen. Je achtsamer Sie wieder einsteigen, desto größer ist die Chance, dass Sie gute neue Gewohnheiten in Ihren Alltag übernehmen können. Starten Sie das Fastenbrechen beispielsweise mit einem Apfel, den Sie achtsam Bissen für Bissen genießen. Wählen Sie Ihre Speisen aufmerksam aus und kauen Sie gründlich. Behalten Sie möglichst lange Ihre Fastenroutine bei mit viel Trinken, viel Bewegen und täglich Entspannen. So wirken die positiven Erfahrungen des Fastens hoffentlich noch lange in Ihren Alltag hinein.

 

Fasten ist der bewusste, zeitlich begrenzte und freiwillige Verzicht
auf feste Nahrung und Genussmittel.

http://www.heilwasser.com/media/Pressetexte15/PM_Fasten-Tipps_2015-12.pdf

 

Deutsche Fastenakademie e. V.

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